Tierquälerei-Verdacht führte zu Drogenfund

Ein Routineeinsatz der neu gegründeten Ordnungswache Stadt Wels wegen einer anonymen Anzeige über mögliche Tierquälerei entwickelte sich kürzlich zu einem bedeutenden Polizeieinsatz: Ordnungswache und Veterinärdienst (Dienststelle Verwaltungspolizei) waren zu einer Adresse gerufen worden, an der ein Hund unter fragwürdigen Bedingungen gehalten worden sein soll.

Beim Eintreffen war der Wohnungsmieter nicht anzutreffen. Mit Hilfe des Vermieters verschafften sich die Einschreitenden über ein Kellerfenster einen Überblick: In der stark vermüllten Wohnung war ein abgemagerter Hund zu erkennen, dessen Haltung der Veterinärdienst als unzumutbar einstufte.

Der neue Einsatzleiter der Ordnungswache – ein ehemaliger Polizist mit langjähriger Erfahrung im Streifendienst – registrierte darüber hinaus bei der Durchsicht sofort verschiedene Utensilien, die auf Drogenkonsum beziehungsweise Vorbereitung zum Drogen-Handel hinwiesen: Unter anderem eine Feinwaage sowie getrocknete Hanfpflanzen im Waschbecken.

Bild Archiv

Aufgrund der Verdachtslage wurde umgehend die Polizei Wels mit einer Hunde-Streife hinzugezogen. Nach dem Betreten stieß die Polizei im Inneren auf drei Zelte mit aktiven Hanfplantagen. Der verwahrloste Hund wurde vom Veterinärdienst an Ort und Stelle behördlich abgenommen und ins Tierheim Arche Wels gebracht.