Illegales Tuning und schwere technische Mängel sind kein Kavaliersdelikt

Schwerpunktkontrolle in Wels – Zwölf gefährliche Fahrzeuge sofort aus dem Verkehr gezogen

Sicherheit im Straßenverkehr: Landesrat Steinkellner betont: „Illegales Tuning und schwere technische Mängel sind kein Kavaliersdelikt.“ | Bild (c) Land OÖ / Daniel Kauder

Ein klares Zeichen gegen Verkehrsbehinderungen und Gefahrenquellen im Straßenverkehr setzten Polizei und Sachverständige am vergangenen Wochenende bei einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle im Raum Wels. Im Visier der Einsatzkräfte standen illegales Fahrzeugtuning, übermäßiger Lärm sowie erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen.

An der koordinierten Aktion waren Kräfte der Landesverkehrsabteilung Oberösterreich, des Stadtpolizeikommandos Wels sowie des Bezirkspolizeikommandos Wels-Land beteiligt. Die unmittelbaren technischen Überprüfungen vor Ort wurden durch Amtssachverständige des Landes Oberösterreich durchgeführt.

Erschreckende Bilanz: Jedes zweite überprüfte Auto mit „Gefahr in Verzug“

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 126 Fahrzeuge. 28 davon wurden aufgrund von Verdachtsmomenten einer sofortigen technischen Überprüfung hinsichtlich Mängeln und Lärmentwicklung unterzogen. Das Ergebnis ist alarmierend: Bei zwölf Fahrzeugen stellten die Experten derart schwere technische Mängel fest, dass „Gefahr in Verzug“ ausgerufen werden musste. Für diese Lenker endete die Fahrt an Ort und Stelle; ihre Kennzeichen wurden unverzüglich abgenommen. Insgesamt resultierte die Aktion in 125 Anzeigen wegen technischer Mängel.

„Illegales Tuning und schwere technische Mängel sind kein Kavaliersdelikt. Wenn bei zwölf von 28 näher überprüften Fahrzeugen Gefahr in Verzug festgestellt wird, zeigt das eindringlich, wie notwendig solche Schwerpunktaktionen sind. Es geht hierbei nicht darum, die Tuning-Szene pauschal zu verurteilen, sondern vielmehr darum, nachweislich gefährliche Fahrzeuge konsequent aus dem Verkehr zu ziehen“, stellte Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner klar.

Raser mit 160 km/h gestoppt – Führerschein weg

Neben dem technischen Zustand der Fahrzeuge bildete die Überwachung der Geschwindigkeit einen weiteren Schwerpunkt des Einsatzwochenendes. Von insgesamt 4.874 gemessenen Fahrzeugen waren 372 Lenker zu schnell unterwegs und wurden angezeigt.

Als trauriger Spitzenreiter fiel ein Autofahrer auf, der mit 160 km/h anstatt der erlaubten 100 km/h gemessen wurde. Dem Raser wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen.

Geringfügige Übertretungen ahndeten die Beamten direkt mit Organstrafverfügungen. Zudem wurden noch vor Ort Strafbescheide in einer Gesamthöhe von 14.625 Euro ausgestellt.


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