Ankauf der Leonardo-Jets in trockenen Tüchern

Flugzeuge sollen 2028 in Österreich landen

Hörsching, 29. November 2025 | Der Ankauf von zwölf Leonardo-M-346-Jets als Nachfolge für die ausgemusterten Saab 105 ist unter Dach und Fach. Zuletzt war parallel an Details für den Ankauf und industrielle Kooperationen verhandelt worden, nun sind alle Verträge mit Italien unterfertigt, wie es aus den beteiligten Ministerien gegenüber der APA hieß. Der Stückpreis liegt bei rund 80 Mio. Euro. Für das gesamte Paket – inklusive Bewaffnung, Munition, Wartung und Ausbildung – löhnt Österreich rund 1,5 Mrd.

Industriekooperationen mit einem Volumen von 400 Mio. Euro paktiert

Paktiert wurden zwischen Österreich und Italien Industriekooperationen mit einem Volumen von 400 Millionen Euro. Betreffen sollen sie die Bereiche Luftfahrttechnik, Zulieferindustrie, Digitalisierung und sicherheitsrelevante Forschung. Das Abkommen wahre heimische Sicherheitsinteressen und sei im Einklang mit den Regeln des europäischen Binnenmarkts, hieß es. Mögliche Kooperationsbereiche sind die gemeinsame Produktentwicklung von Leonardo und österreichischen Hightech-Unternehmen, die Beteiligung heimischer Betriebe an Wartung, Software, Ausbildung und Systemintegration sowie gemeinsame Forschungsprojekte etwa im Bereich Luftfahrt, Simulation, Materialtechnologie und Sensorik. So soll Steuergeld in Form von Wertschöpfung nach Österreich zurückfließen, betonten Tanner und Hattmannsdorfer. „Jeder Euro an Kooperation schafft neue Investitionen und macht unseren Standort widerstandsfähiger“, betonte Hattmannsdorfer. Man öffne damit ein „neues Kapitel industrieller Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Verteidigung“.